Ausflug in die Berge (High Country) von Victoria

Zum Glück gibt es in Melbourne einige Feiertage, welche es zulassen ein verlängertes Wochenende zu geniessen. Den Australia Day am 26. Januar nutzten wir, um drei Tage wegzufahren.

Healesville
Wir wurden von Mim und Fredy, einem Auslandschweizer, zum BBQ eingeladen. Wir hatten die beiden per Zufall bei einem Ausflug nach Healesville im November kennen gelernt. Wir genossen den Samstag Nachmittag zusammen mit anderen Schweizer und Australier bei feinen Bratwürsten und Cervelats mitten im tollen Yarra Valley. Gegen Abend fuhren wir durch den Yarra Ranges National Park und über Marysville nach Mansfield, wo wir für die nächsten zwei Nächte eine Ferienwohnung mieteten.

Mansfield und Mount Buller
Mansfield hat rund 2,500 Einwohner und liegt praktisch am Fuss von Mount Buller. Melbourne ist eine rund 3-stuendige Autofahrt (240 Kilometer) entfernt. Wir nutzten den Ort als Ausgangspunkt für unseren Ausflug ins Skigebiet, welches rund eine halbe Stunde entfernt liegt. Mount Buller ist rund 1,800 Meter hoch (der tiefste Punkt des Skigebiets liegt bei 1,375 Meter) und mit 7,000 Betten das grösste Skigebiet von Australien. Über 25 Liftanlagen (meistens Sessellifte) können 80 Kilometer Skipisten erreicht werden. Naja, die Pisten sollen nicht allzu lang sein – die längste hat aber immerhin eine Länge von 2.5 Kilometer. Obwohl die Tageskarten um die 90 Franken kosten (horrend!), wollen wir im Winter mal das Skierlebnis Australien erleben. Aber wir hatten ja noch Sommer und so machten wir eine rund 2 stündige Wanderung rund um den Mount Buller. Ganz oben hat es einen Feuerbeobachtungsposten, welcher in Victoria mit den vielen Bushfeuer sehr wichtig ist. Wir konnten von dort oben auch die Rauchschwaden eines kleinen Brandes beobachten.

Lake Eildon
Auf unserer Rückfahrt nach Melbourne fuhren wir zum Lake Eildon, welcher mit einer (theoretischen) Fläche von 138 km2 der zweitgrösste Stausee von Victoria ist. Auf der Karte erinnert uns der See an den Vierwaldstättersee mit seinen vielen Armen. Die Uferlinie soll 483 Kilometer lang sein. In Natur ist von den Verwinkelungen leider nicht viel zu sehen. Der See ist im Moment nur knapp 20% voll. Durch die Dürre der letzten Jahre ist der Wasserspiegel dramatisch gesunken. Zum ersten Mal wurde uns so richtig bewusst, wieso der Staat Wasserrestriktionen in Kraft gesetzt hat. Auf dem See hat es aber trotzdem noch ein paar Hausboote und von überall her kommen die Leute mit ihren Booten, um dem Wassersport zu fröhnen.

Fotos: High Country
Homepage von Mount Buller