Great Ocean Road mit Andrea und Adrian

Die Great Ocean Road bietet sich nur zu gut an, um unserem Besuch an einem normalen Weekend einer der schönsten Plätze Australiens zu zeigen. Die 12 Apostel, als Höhepunkt der Strecke, sollen nach dem Uluru (Ayers Rock) das meistfotografierte Objekt des Landes sein. Also machten wir uns mit Andrea und Adrian an einem Samstag morgen (ziemlich) früh mit unserem Corolla auf dem Weg nach Torquay. Die Surf-City an der Küste ist rund 100 Kilometer von Melbourne entfernt und ist das östliche Ende der Great Ocean Road. Von hier aus windet sich die Strasse rund 250 Kilometer entlang der Südküste. Schon bald erreichten wir den ersten Fotostopp – einen wunderschönen Leuchtturm, welche hier besonders wichtig sind. Unzählige Schiffe sind hier bereits gegen die Küste geprallt und gesunken.

Nach einem Kaffeestopp in Lorne (welcher dann zu einem grossen Frühstück mit tonnenweise Rührei wurde) fuhren wir weiter Richtung Cape Otway. Unsere Passagiere waren rechtzeitig zum planmässigen Koala-Stopp wieder wach. Tja, das sind halt Tiere, welche es im Kiwi-Land nicht gibt... Das Wetter spielte immer besser mit und so brauchten wir vor dem grossen Ziel eine kräftige Stärkung in Form einer Glace. Im späteren Nachmittag erreichten wir schliesslich die 12 Apostel. Eigentlich waren es gar nie zwölf (obwohl uns am Sonntag wieder anderes erzählt wurde), sondern nur neun (von denen einer 2005 einstürzte). Es ist atemberaubend, wie die orange-braun-gelben Felsformationen in der Brandung stehen und dem blauen Meer zu trotzen versuchen. Pro Jahr trägt das Meer rund 2 Zentimeter vom Land ab, obwohl das eigentlich nicht viel ist, stehen trotzdem mächtige Felsen im Meer - was das Ganze noch viel eindrücklicher macht.

Wir übernachteten in Port Campbell, einem kleinen ehemaligen Fischerdorf ganz in der Nähe der 12 Apostel. Dank der Erfahrung von Petra (sie war bereits einmal hier im Dezember mit unserem Besuch Flavia), machten wir uns noch vor dem Znacht zur London Bridge auf, wo wir nach dem Eindunkeln den kleinen Pinguinen zuschauten, wie sie aus dem Meer zurück kehrten. Dies ist ein kleiner Geheimtipp – wir waren auf jeden Fall die einzigen an diesem Abend an diesem Ort.

Das Wort zum Tauf-Sonntag
Der Sonntag war vom Wetter her nochmals besser als der Samstag. Schon früh zeichnete sich ab, dass kurze Hosen zur Tageskleidung gehörten. Tja, und wenn man mit zwei begeisterten Piloten unterwegs ist, überrascht es natürlich nicht, dass wir einen Helikopterflug machten. In knapp 20 Minuten flogen wir zur London Bridge, über den Loch Ard Gorge und selbstverständlich über die 12 Aposteln. Naja, der Pilot liess sich nicht überzeugen, dass ein Flug um die Felsbrocken herum auch noch cool gewesen wäre…

Wir verbrachten anschliessend sehr viel Zeit beim Loch Ard Gorge mit seinem Blowhole, einer Schlucht und einem tollen Strand. Das Meer ist total eindrücklich und die Wellen prallten nur so an die Felsen. Wir konnten es nicht lassen und die tolle Stimmung geniessen (sagen wir es mal so….), sei es auf den Felsen oder am Strand. ...bis es dann zu einem mehr oder weniger unfreiwilligen (aber zur Beruhigung ungefährlichen) Bad führte…

Wir besuchten nochmals die Apostel selber, bevor wir dann (wiederum mit dem obligaten Glacestopp) durch das Landesinnere nach Geelong und von dort zurück nach Melbourne fuhren. Fazit: Obwohl wir immerhin rund 600 Kilometer an diesen beiden Tagen gefahren sind, befindet sich doch ein überwältigendes Naturspektakel (für australische Verhältnisse) praktisch vor unserer Haustüre.

Fotos: Great Ocean Road